Der Feldhandball ist leider ausgestorben!

Feldhandball war Mitte bis Ende der Sechzigerjahre eine andere Sportart, die mich sehr fasziniert hat und damals durchaus sehr populär. Gespielt wurde im Freien auf  einem von der Größe her normalen Fußballfeld, nur mit den besonderen Markierungslinien, wie z.B. dem Wurfkreis, die charakteristisch für die Handballregeln sind. Der Torwart war bei einem verhängten 14-Meter-Strafwurf im 7,32 m breiten Tor eigentlich fast chancenlos, den Ball abzuwehren, und nur wenige Spezialisten und Weltklassetorhüter, wie z.B. Herbert Engels vom TV Krefeld-Oppum, waren überhaupt dazu  in der Lage, regelmäßig solche Bälle auch zu parieren.

Als sich die skandinavischen Länder, begründet mit den vielen witterungsbedingten Spielausfällen im normalen Ligabetrieb, aus diesem Sport zurückzogen und sich dann nur noch auf den Hallenhandball konzentrierten, war das Ende des Feldhandballs in Europa eingeläutet worden. Mitte der Siebzigerjahre wurde leider auch in Deutschland keine Meisterschaft mehr ausgetragen und nur der Hallenhandball existierte weiter. Auch die von 1938 bis 1966 insgesamt sieben Mal ausgespielten Weltmeisterschaften gab es schon nicht mehr.

Mitte bis Ende der Sechzigerjahre habe ich regelmäßig die Heimspiele des TV Krefeld-Oppum besucht, die meistens sonntags vormittags um 11 Uhr in der Grotenburg-Kampfbahn ausgetragen wurden. Dieser Ort ist inzwischen seit Jahrzehnten das „Grotenburgstadion“, die Heimspielstätte von Bayer- bzw. vom KFC Uerdingen. Für gewöhnlich traf ich dort auch auf einige meiner Klassenkameraden, die sich wie ich für diese durchaus auch oft dramatischen und spannenden Spiele interessierten.            

In den Jahren 1966 und 1968 wurde der TV Krefeld-Oppum, kurz TVO, Deutscher Feldhandballmeister und ich war bei beiden Endspielen in Duisburg-Hamborn und im Düsseldorfer Rheinstadion vor Ort, die jeweils vor fast 30.000 Zuschauern stattfanden, was heute ziemlich unglaublich anmutet.