Feldhandball

Feldhandball ist eine faszinierende Sportart, die leider ausgestorben ist. 

Gespielt wurde mit je 11 Spielern auf einem Fußballfeld, aber natürlich mit den handballspezifischen Markierungen, wie z.B. den Wurfkreisen. Bei den verhängten 14 m - Strafwürfen auf das Fußballtor waren die Torhüter praktisch chancenlos, und nur wenigen Ausnahmetorhütern, wie z.B. Herbert Engels vom TV Krefeld-Oppum, gelang es, solche Würfe regelmäßig abzuwehren.

Von 1967 - 1973 existierte sogar eine Feldhandball-Bundesliga und bis Mitte der 1970er Jahre wurden noch Deutsche Meister ermittelt. Auch sieben Weltmeisterschaften wurden zwischen 1938 und 1966 ausgetragen.

Aber leider zogen sich die skandinavischen Länder bereits Ende der 1960er Jahre bedingt durch die immer zahlreicheren, witterungsbedingten Spielausfälle nach und nach aus dieser Sportart zurück. Damit war das Ende dieser Handballvariante weltweit besiegelt und der Siegeszug des Hallenhandballs begann. 

Der TV Krefeld-Oppum konnte 1966 und 1968 die Deutsche Meisterschaft erringen. Die Endspiele in Duisburg-Hamborn und im Düsseldorfer Rheinstadion durfte ich damals vor Ort miterleben. Sie fanden jeweils vor fast 30.000 Zuschauern statt, was man sich heute kaum vorstellen kann.

TV Krefeld-Oppum